04. Oktober 2021

Deutsch-Arabischer Elternabend

Der FRÖBEL-Kindergarten Am Gutenbergplatz in Leipzig veranstaltete im Juli einem Elternabend für arabischsprachige Frauen zum Thema Bildung und Mehrsprachigkeit.

Ziel des Treffens war, die Bildung und Erziehung in deutschen Kindergärten vorzustellen und damit die Vorteile eines regelmäßigen Kindergartenbesuchs für nichtdeutschsprachige Kinder zu erläutern.

 

Die Idee zur Kooperation kam von Frau Lara Abbas vom Projekt MUT-Macherinnen* des DaMigra e.V. (Dachverband der Mirgrantinnenorganisationen). Das Projekt stärkt geflüchtete Frauen und möchte ihnen das Ankommen in Deutschland erleichtern und ihre Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen stärken. Für den Elternabend wurde eine Sprachmittlerin engagiert, die alles ins Arabische übersetze.

 

Da sich das Bildungssystem in vielen Ländern stark von dem in Deutschland unterscheidet, war es für die teilnehmenden Frauen besonders interessant, das deutsche Trägersystem sowie die pädagogischen Ansätze kennenzulernen. Herr Denis Dollmeyer, der als stellvertretender Leiter und Erzieher in der Einrichtung tätig ist, referierte über die Bildungsbereiche des sächsischen Bildungsplans. Auch erklärte er den Ansatz des Lernens über Begeisterung und mit Eigenmotivation, bei dem die Themen und Interessen der Kinder aufgegriffen und gemeinsam vertieft werden.

 

Herr Dollmeyer führte den Elternabend gemeinsam mit Diana Göpel durch, die für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ im Kindergarten arbeitet. Sie sagt: „Wir sehen die Sprache als ‚Schlüssel zur Welt‘. Die sprachliche Bildung spielt daher in unserer pädagogischen Arbeit eine große Rolle. Wir empfinden die verschiedenen Sprachen und die damit verbundene kulturelle Vielfalt in unserem Haus als große Bereicherung.“ Im Kindergarten lernen die Kinder die deutsche Sprache in der Interaktion mit MuttersprachlerInnen sowie mit gleichaltrigen Kindern. Besonders in Vorbereitung auf die Schule ist dies von großer Bedeutung. Frau Göpel fügt hinzu: „Wir raten den Familien, zu Hause in der Muttersprache zu kommunizieren. Die Eltern sollten in der Sprache mit ihren Kindern sprechen, die sie am besten beherrschen und in der sie Gefühle und Gedanken am besten ausdrücken können.“

 

Bei einem Rundgang durchs Haus zeigten Herr Dollmeyer und Frau Göpel u.a. den Bilderspeiseplan, die Kinderbibliothek und die Vorschulmaterialien. „Der Elternabend kam sehr gut an.“, sagt Frau Abbas. Die Frauen stellten viele Fragen und waren sehr dankbar für den Einblick.